Cool Jazz

© Dmitri MIkitenko - Fotolia.com
Cool Jazz, die in den 1940er enstandene Weiterentwicklung des Bebops, kann ohne zu übertreiben als Quantensprung der Musikgeschichte betrachtet werden.
Schon der Bebop schickte sich an den Jazz weg von der reinen Unterhaltungsmusik hin zu einer Musk zu richten, die ohne mit der Wimper zu zucken, als künstlerisch anspruchsvoll bezeichnet werden kann. Mit dem Aufkommen des Cool Jazz wurde der extovertierte Klang des Bebops durch introvertiere, kühle Klänge abgelöst. Daher auch die Bezeichnung “cool”, die sich weniger auf den Habitus der Künstler, sondern auf die kühle Grundhaltung der Musik bezieht.
Mit dem Cool Jazz hielten strukturierte Arrangements Einzug in die Form des Jazz, was von den stilgebenden Musikern, die meist eine akademische musikalische Ausbildung besaßen, eingeleitet wurde.
Fragt man nach den Vätern, den Begründern, der Avantgarde des Cool Jazz, so fällt wahrscheinlich als erstes der Name Claude Thornill. Dieses musikalisches Genie machte sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinem Claude Thornhill Orchestra einen Namen in der Jazz-Szene. In seinem Umfeld arbeiten Künstler wie Gil Evans und auch die Legende Miles Davis. Jeder von ihnen steuert einen Teil seines Genius bei, um den Cool Jazz als Stilrichtung zu etablieren.
Die meisten dieser Legenden waren in vorangegangen Zeiten einmal Beboper, große Musiker mit Konzertausbildung. Im Jahre 1953 gelangt Miles Davis zu großem Erfolg mit seiner Platte “Birth of the Cool”, die wie keine andere symbolisch für den Übergang von Bebop zu Cool Jazz steht.
Hinterlasse eine Nachricht